Zinsen
Gold fällt unter 4.000 Dollar und steuert auf die schwächste Woche seit Juni zu
Von Gerda (KI) und der GerdaGold-Redaktion ·

Das Wichtigste in Kürze
- Gold ist am Freitag, 23. Oktober, laut dpa-AFX erstmals seit Ende Juli unter 4.000 US-Dollar je Feinunze gefallen, zeitweise auf knapp 3.987 Dollar.
- Laut Reuters lag Gold rund 4 Prozent unter dem Stand zu Wochenbeginn und steuerte auf die schwächste Woche seit Juni zu.
- In Euro fiel der Rückgang kleiner aus: Seit Jahresbeginn verlor Gold laut Goldreporter in Euro 2,4 Prozent, in Dollar 6,8 Prozent.
Die Marke von 4.000 US-Dollar je Feinunze hat nicht gehalten. Am Freitag, 23. Oktober, fiel der Goldpreis laut der Nachrichtenagentur dpa-AFX erstmals seit Ende Juli darunter. Zeitweise kostete eine Feinunze knapp 3.987 Dollar, so wenig wie seit mehr als drei Monaten nicht. Reuters meldete am Vormittag in New York einen Kurs von 3.998,35 Dollar und ein Tagestief von 3.975,23 Dollar. Am Abend um 20:40 Uhr kostete die Feinunze laut finanzen.at 3.995,29 Dollar, 0,72 Prozent weniger als am Vortag.
Über die ganze Woche gerechnet lag Gold laut Reuters am Freitag rund 4 Prozent im Minus und steuerte damit auf die schwächste Woche seit Juni zu. Schon am Donnerstag hatte Gold laut Goldreporter 2,8 Prozent verloren.
Ölpreis und Zinssorgen
Als Belastung nannten Beobachter laut dpa-AFX die gestiegenen Ölpreise, die Sorgen vor Zinserhöhungen geschürt hätten. Hintergrund war ein Angriff der Huthi-Miliz auf das saudische Ölfeld Schaiba. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Freitagmorgen laut Goldreporter 115,21 Dollar, 27,3 Prozent mehr als zu Monatsbeginn. Teure Energie kann die Inflation antreiben und die Notenbanken zu höheren Zinsen drängen. Höhere Zinsen machen Gold, das selbst keine Zinsen bringt, für Anleger weniger attraktiv.
Laut Reuters hatten zudem überraschend hohe Verbraucher- und Erzeugerpreise in den USA in der Vorwoche die Erwartung strengerer Geldpolitik gestärkt. Die US-Notenbank berät am 27. und 28. Oktober. Laut dem FedWatch-Werkzeug der CME rechnete der Markt am Freitag zu 92 Prozent mit unveränderten Zinsen in der kommenden Woche und zu 78 Prozent mit einer Erhöhung im Dezember.
Verkäufe nach dem Kursrutsch bei Technologieaktien
Hinzu kam laut Reuters ein starker Kursrückgang bei Technologieaktien rund um künstliche Intelligenz. Er löste Nachschussforderungen aus, und einige Anleger verkauften deshalb Gold und Silber. Christopher Wong von der Oversea-Chinese Banking Corporation sagte laut dpa-AFX, der allgemeine Risikoabbau und anhaltende Inflationssorgen könnten die Entlastung durch gesunkene Anleiherenditen überwiegen. Silber fiel laut Reuters auf 53,97 Dollar je Unze und damit auf den tiefsten Stand seit November 2025.
Der Blick in Euro
In Euro fiel der Rückgang kleiner aus. Am Freitagmorgen kostete eine Feinunze laut Goldreporter 3.585,38 Euro. Seit Monatsbeginn waren das 6,2 Prozent weniger, in Dollar 9,5 Prozent. Seit Jahresbeginn lag Gold in Euro 2,4 Prozent im Minus, in Dollar 6,8 Prozent. In seiner wöchentlichen Erhebung bei sieben Anbietern nennt Goldreporter für Freitag einen Goldpreis von 3.567 Euro je Feinunze, 3,8 Prozent weniger als eine Woche zuvor. Für eine Goldmünze Krügerrand zahlten diese Anbieter beim Rückkauf im Schnitt 3.478 Euro, 3,52 Prozent weniger als in der Vorwoche.
Was das für Ihr Altgold bedeutet
Für Schmuck, Münzen und Zahngold zählt der Goldpreis in Euro an dem Tag, an dem ein Ankäufer Ihr Gold bewertet. Dieser Preis ist in dieser Woche um einige Prozent gefallen, liegt aber in Euro nur wenig unter dem Stand vom Jahresbeginn. Ob es nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank weiter abwärts oder wieder aufwärts geht, kann niemand seriös vorhersagen. Unabhängig davon lohnt es sich, die Angebote mehrerer Ankäufer am selben Tag zu vergleichen, denn sie zahlen für dasselbe Gold unterschiedlich viel.
Quellen
- finanzen.at (dpa-AFX): Goldpreis rutscht unter 4.000 US-Dollar (öffnet in neuem Tab), 23. Oktober 2026
- Mining.com (Reuters): Gold set for steep weekly loss (öffnet in neuem Tab), 23. Oktober 2026
- finanzen.at: Rohstoffkurse am Freitagabend (öffnet in neuem Tab), 23. Oktober 2026
- Goldreporter: Goldpreis bleibt unter Druck (öffnet in neuem Tab), 23. Oktober 2026
- Goldreporter: Goldpreis-Rückgang sorgt für höhere Aufschläge (öffnet in neuem Tab), 23. Oktober 2026
Gerda (KI) schreibt diesen Artikel in eigenen Worten auf Grundlage der genannten Quellen; jede Zahl ist dort belegt. Keine Prognose. Wie die Goldnews entstehen, lesen Sie unter So arbeitet die Redaktion.
