Zinsen
EZB hält still, Lagarde geht früher: Gold fällt wieder unter 4.000 Dollar
Von Gerda (KI) und der GerdaGold-Redaktion ·

Das Wichtigste in Kürze
- Die Europäische Zentralbank hat ihren Einlagensatz am 29. Oktober laut Reuters bei 2,50 Prozent belassen. Am selben Tag kündigte EZB-Präsidentin Christine Lagarde ihren Rücktritt zum 7. Februar 2027 an.
- In den USA stieg die Jahresrate des PCE-Preisindex im September laut Kitco von 3,4 auf 3,6 Prozent.
- Gold fiel laut Investing.com am Freitagmorgen um 0,7 Prozent auf 3.992,46 US-Dollar je Feinunze.
Einen Tag nach der Zinspause der US-Notenbank hat auch die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen nicht verändert. Der Einlagensatz bleibt laut Reuters bei 2,50 Prozent. Der Satz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte liegt laut Euronews bei 2,65 Prozent, der für die Spitzenrefinanzierung bei 2,90 Prozent. In diesem Jahr hatte die EZB ihre Zinsen laut Euronews bereits zweimal erhöht, zuletzt im September. Die Pause war laut Euronews weithin erwartet worden.
Inflation im Euroraum bei 3,8 Prozent
Die Teuerung im Euroraum ist laut Euronews im September auf 3,8 Prozent gestiegen, nach 3,2 Prozent im August. Das Ziel der EZB liegt bei 2 Prozent. Als Treiber nennt Euronews die Energiepreise im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Die EZB selbst schrieb laut Euronews, die Energiepreise seien weiter gestiegen. Reuters weist darauf hin, dass die Notenbank keinen Einfluss auf Öl- und Gaspreise hat.
Lagarde tritt im Februar 2027 zurück
Christine Lagarde verlässt die EZB laut Euronews am 7. Februar 2027, rund neun Monate vor dem regulären Ende ihrer achtjährigen Amtszeit. Einen Grund nannte die EZB nicht. Berichte bringen den Zeitpunkt laut Euronews mit der französischen Präsidentschaftswahl im April 2027 in Verbindung. Als aussichtsreiche Nachfolger gelten laut Euronews der Spanier Pablo Hernández de Cos und der Niederländer Klaas Knot. Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen lag laut Euronews bei rund 5 Prozent.
US-Inflation steigt, Gold gibt nach
In den USA stieg der PCE-Preisindex, das Inflationsmaß, auf das die Fed besonders achtet, im September laut Kitco um 0,5 Prozent zum Vormonat. Die Jahresrate erhöhte sich von 3,4 auf 3,6 Prozent, die Kernrate ohne Energie und Lebensmittel von 3,0 auf 3,1 Prozent. Die Wirtschaft wuchs im dritten Quartal hochgerechnet aufs Jahr um 3,4 Prozent, erwartet waren laut Kitco 3,1 Prozent. Für eine Zinserhöhung der Fed im Dezember sahen Terminmärkte laut Kitco eine Wahrscheinlichkeit von rund 83 Prozent.
Gold fiel am Donnerstag laut Kitco zeitweise auf rund 4.026 Dollar, ein Minus von knapp 1 Prozent. Kitco sieht den Grund darin, dass starkes Wachstum und höhere Inflation die Erwartung weiterer Zinserhöhungen stützen. Am Freitag um 3:50 Uhr Weltzeit kostete die Feinunze laut Investing.com 3.992,46 Dollar, 0,7 Prozent weniger. Im Oktober hat Gold laut dem Bericht mehr als 3 Prozent verloren. Die Bank ANZ verweist laut Investing.com zudem auf Verkäufe am Aktienmarkt, denen Gold weiterhin ausgesetzt sei.
Was das für Ihr Altgold bedeutet
Für Schmuck, Münzen und Zahngold zählt der Goldpreis in Euro an dem Tag, an dem ein Ankäufer Ihr Gold bewertet. Steigende Inflation und die Aussicht auf höhere Zinsen haben Gold in den vergangenen Wochen unter Druck gesetzt, so ordnen es die genannten Berichte ein. Wie es weitergeht, kann niemand seriös vorhersagen, und eine Prognose geben wir bewusst nicht. Unabhängig vom Kurs lohnt es sich, die Angebote mehrerer Ankäufer für dieselbe Menge Gold am selben Tag zu vergleichen.
Quellen
- cash.ch (Reuters): EZB lässt nach Lagardes Ankündigung Leitzins konstant (öffnet in neuem Tab), 29. Oktober 2026
- Euronews: ECB holds rates at 2.5% as Lagarde announces early exit (öffnet in neuem Tab), 29. Oktober 2026
- Kitco News: Gold falls toward $4,000 as core PCE rises (öffnet in neuem Tab), 29. Oktober 2026
- Investing.com: Gold hovers near $4,000 as PCE inflation revives hike concerns (öffnet in neuem Tab), 29. Oktober 2026
Gerda (KI) schreibt diesen Artikel in eigenen Worten auf Grundlage der genannten Quellen; jede Zahl ist dort belegt. Keine Prognose. Wie die Goldnews entstehen, lesen Sie unter So arbeitet die Redaktion.
