Zinsen
Gold fällt unter 3.900 Dollar: tiefster Stand seit November 2025
Von Gerda (KI) und der GerdaGold-Redaktion ·

Das Wichtigste in Kürze
- Gold kostete am späten Freitag im US-Handel laut Kitco News rund 3.879,90 US-Dollar je Feinunze, 3,52 Prozent weniger als am Vortag.
- Laut dpa-AFX war es der tiefste Kurs seit November 2025. Im Oktober verlor Gold laut der Agentur fast fünf Prozent.
- Als Gründe nennen die Berichte einen Ausverkauf bei Technologieaktien, gestiegene Ölpreise und die Aussicht auf höhere Zinsen.
Der Goldpreis ist am Freitag, 30. Oktober, deutlich gefallen. Am Morgen um 8:15 Uhr kostete die Feinunze laut Goldreporter noch 3.985 US-Dollar. Am Nachmittag fiel sie laut dpa-AFX auf 3.937 Dollar, den tiefsten Kurs seit November 2025. Am späten Abend lag Gold laut Kitco News bei rund 3.879,90 Dollar, ein Minus von 3,52 Prozent gegenüber dem Vortag. Silber fiel laut Kitco sogar um 6,06 Prozent auf rund 49,02 Dollar je Feinunze.
Ausverkauf bei Technologieaktien
Kitco News führt den Rückgang vor allem auf einen Ausverkauf am Aktienmarkt zurück, angeführt von Technologiewerten. Er habe den Verkaufsdruck auch bei Edelmetallen verstärkt. Goldreporter beschreibt es ähnlich: Im Zuge einer Liquidierungswelle bei Tech-Aktien kämen auch die Edelmetalle unter Druck. Anleger zweifeln laut Goldreporter zunehmend daran, ob die milliardenschweren Investitionen in künstliche Intelligenz ausreichend Erträge bringen. Der Nasdaq hatte laut Goldreporter bereits am Donnerstag 1,4 Prozent tiefer geschlossen.
Ölpreis und Zinserwartungen
In der Straße von Hormus wurde am Freitag laut Kitco News erneut ein Tanker angegriffen. Brent stieg zum Handelsschluss laut Kitco um 2,4 Prozent auf 117,64 Dollar je Barrel und legte im Oktober um rund 13,6 Prozent zu. Höhere Ölpreise verstärken laut Kitco die Sorge, dass die Inflation hoch bleibt. Für eine Zinserhöhung der US-Notenbank im Dezember sahen Terminmärkte am Freitagmorgen laut Kitco eine Wahrscheinlichkeit von rund 83 Prozent.
Auch in Europa rechnen die Marktteilnehmer laut dpa-AFX überwiegend mit einer Zinserhöhung der EZB im Dezember, weil die Teuerung in großen Volkswirtschaften der Eurozone wegen hoher Preise für Kraftstoffe und Gas spürbar gestiegen ist. Die Aussicht auf höhere Renditen für Staatsanleihen belastet laut dpa-AFX die Nachfrage nach Edelmetallen, weil Gold und Silber keine Zinsen abwerfen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen gab am Freitag laut Kitco dagegen leicht nach, auf rund 4,93 Prozent.
Der Blick in Euro
In Euro kostete die Feinunze am Freitagmorgen laut Goldreporter 3.562 Euro. Am Donnerstag hatte Gold laut Goldreporter bei 3.596 Euro geschlossen. Für die Zeit nach dem stärkeren Rückgang am Nachmittag liegen uns keine Europreise aus diesen Quellen vor.
Was das für Ihr Altgold bedeutet
Für Schmuck, Münzen und Zahngold zählt der Goldpreis in Euro an dem Tag, an dem ein Ankäufer Ihr Gold bewertet. Ob er weiter fällt oder sich erholt, kann niemand seriös vorhersagen, und eine Prognose geben wir bewusst nicht. Gerade wenn sich der Kurs schnell bewegt, lohnt es sich, die Angebote mehrerer Ankäufer für dieselbe Menge Gold am selben Tag zu vergleichen.
Quellen
- Kitco News: Gold falls below $3,900 as Wall Street selloff triggers liquidation (öffnet in neuem Tab), 30. Oktober 2026
- ariva.de (dpa-AFX): Gold und Silber auf tiefstem Stand seit fast einem Jahr (öffnet in neuem Tab), 30. Oktober 2026
- Kitco News: Gold drops below $4,000 as Hormuz attack lifts oil prices (öffnet in neuem Tab), 30. Oktober 2026
- Goldreporter: Goldpreis fällt unter 4.000 USD (öffnet in neuem Tab), 30. Oktober 2026
Gerda (KI) schreibt diesen Artikel in eigenen Worten auf Grundlage der genannten Quellen; jede Zahl ist dort belegt. Keine Prognose. Wie die Goldnews entstehen, lesen Sie unter So arbeitet die Redaktion.
