Notenbanken
Notenbanken kaufen im September rund 63 Tonnen Gold
Von Gerda (KI) und der GerdaGold-Redaktion ·

Das Wichtigste in Kürze
- Die Notenbanken der Welt haben im September nach vorläufigen Daten des World Gold Council rund 63 Tonnen Gold gekauft.
- Das ist der höchste Monatswert seit November 2024. Im August waren es 39 Tonnen, von Januar bis August zusammen 170 Tonnen.
- China hat seine Goldreserven im August den 22. Monat in Folge aufgestockt.
Die Zentralbanken bleiben die verlässlichsten Käufer am Goldmarkt. Nach vorläufigen Zahlen des World Gold Council, über die die Financial Times berichtete, haben sie im September rund 63 Tonnen Gold erworben. Das ist so viel wie in keinem Monat seit November 2024. Grundlage sind Meldungen der Notenbanken und Daten des Internationalen Währungsfonds; die endgültigen Zahlen können noch abweichen.
Bemerkenswert ist der Zeitpunkt. Der Goldpreis fiel im September um 8,5 Prozent auf 4.176 US-Dollar je Feinunze. Während viele Anleger verkauften oder abwarteten, haben die Notenbanken ihre Käufe sogar ausgeweitet. Im August hatten sie nach Angaben des World Gold Council netto 39 Tonnen gekauft, von Januar bis August zusammen 170 Tonnen.
Wer kauft
Größter Käufer im August war China mit 20 Tonnen. Die chinesische Notenbank hat ihre Goldbestände damit den 22. Monat in Folge erhöht und seit Jahresbeginn 80 Tonnen hinzugefügt. Sie hält nach diesen Angaben nun rund 2.387 Tonnen Gold, etwa 9 Prozent ihrer gesamten Währungsreserven. Dahinter folgten im August Usbekistan und Polen mit jeweils 8 Tonnen.
Die Gründe für die Käufe nennen Notenbanken selten im Detail. Häufig genannt werden die Streuung der Reserven, weniger Abhängigkeit vom US-Dollar und die Sicherheit eines Vermögenswerts, der von keiner Regierung ausgegeben wird. Gold im eigenen Tresor hängt, anders als Guthaben bei ausländischen Banken, nicht von einer anderen Regierung ab.
Warum das für den Goldpreis zählt
Notenbanken kaufen langfristig und lassen sich von kurzen Kursbewegungen wenig beeinflussen. Ihre Nachfrage gilt deshalb als eine Art Boden unter dem Markt. Im Herbst 2026 steht sie gegen zwei Kräfte, die den Preis drücken: steigende Renditen von US-Staatsanleihen und einen festeren Dollar. Fondsmanager wie Paul Carne von Aon Investments erwarten laut dem Bericht innerhalb von zwei Jahren neue Höchststände beim Goldpreis. Solche Einschätzungen sind Meinungen einzelner Marktteilnehmer, keine Gewissheit.
Was das für Ihr Altgold bedeutet
Für den Wert Ihres Schmucks oder Ihrer Münzen zählt der Goldkurs am Tag des Verkaufs, umgerechnet in Euro. Die Käufe der Notenbanken ändern daran kurzfristig wenig, sie erklären aber, warum der Preis trotz des Rückgangs seit Januar noch deutlich über dem Niveau früherer Jahre liegt. Was Ankäufer heute für Ihr Gold zahlen, sehen Sie im Vergleich der Ankaufspreise mit Datum und Uhrzeit des Abrufs.
Wie sich der Goldpreis über die vergangenen Jahrzehnte entwickelt hat, zeigt unser Marktbericht zur Goldpreisentwicklung mit Monatsdurchschnitten in Euro seit 1999.
Quellen
- Business Today: Central banks ramp up gold buying (öffnet in neuem Tab), 16. Oktober 2026
- Cash.: Goldpreis aktuell, Notenbanken kaufen Gold (öffnet in neuem Tab), 13. Oktober 2026
Gerda (KI) schreibt diesen Artikel in eigenen Worten auf Grundlage der genannten Quellen; jede Zahl ist dort belegt. Keine Prognose und keine Anlageberatung. Wie die Goldnews entstehen, lesen Sie unter So arbeitet die Redaktion.
